Anhaltische Gemäldegalerie Dessau 25. 4. 2010 - 06. 6. 2010
Tütenprojekt und Ausstellung
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Zur Eröffnung der Ausstellung in der Orangerie des Schlosses Georgium am Samstag, den 24. April sprachen:
Dr. Norbert Michels Anhaltische Gemäldegalerie Dessau Dr. Gerhard Raschpichler Beigeordneter für Gesundheit, Soziales und Kultur der Stadt Dessau-Roßlau Dr. Jörk Rothamel Erfurt/Frankfurt a. M.
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Es erscheint ein umfangreicher Katalog im Kerber Verlag .
(Texte von Dr.Stephan Mann, M.A Ricarda Geib) Die meisten Bilder der Ausstellung sind in diesem Buch "Wundertüte Bags and Miracles " abgebildet. (Kerber Verlag ISBN978-3-86678-406-2)
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Die Ausstellung findet während der IGA (internationale Bau Ausstellung) in der Bauhaus Stadt Dessau statt. Thitz hat diese besondere Herausforderung angenommen und für die Ausstellung seine Städtebau Serie "Chabola City" von 1994 wiederbelebt (Chabola; spanisch für Hütte, Slumbehausung). Die neuen Arbeiten von Thitz behandeln sowohl das Thema des Klimawandels und der ansteigenden Meeresspiegel, als auch den damit einhergehenden Veränderungen im Alltag der Bewohner. In verschiedenen Städte wie Hamburg, Barcelona oder London bauen die Thitz`schen Bewohner ihre Häuser in städtische Turmkonstruktionen anstatt an Straßen. Verbunden mit Seil- oder Schwebebahnen, sollen diese "Towers" symbolisieren wie man den Flächenverbrauch am Boden vermindern und die neu entstandenen Wasserflächen überwinden könnte. Die Papiertüten sind zwar noch vorhanden, sie werden aber wie im Bild "Hamburg 2110 " zwischen den 1000 m hohen Gebäuden hin und her geweht.
"In „Chabola City” aus dem Jahr 1994 wird aus einer ärmlichen Hütte ein in den Himmel wachsender Palast, der mehr mit dem Kölner Dom gemeinsam hat, denn mit den Slums unserer Vorstädte. Merkwürdig menschenleer schenkt Thitz den vergessenen Armenvierteln eine Würde. Unsere Wirklichkeit ist eine Wirklichkeit mit doppeltem Boden. Der Schein trügt immer wieder, ihn zu entlarven ist die Botschaft der Künstler. In „Berliner Puschkinallee”, einem Bild aus dem Jahr 2010, ist es vergleichsweise ruhig. Eine herbstliche Stimmung überzieht das Bildgeflecht. Und eingebettet in die feine Verästelung der Bäume finden sich Botschaften des Künstlers. Worthülsen und Begriffe, die wie ein Echo der Menschen im Raum Stadt verhallen: „Weisheit“, „Künstlerhandy“, „global“, „Freiheit“ oder auch „Wohlstand 6000 km“. Der Betrachter zögert, sucht Erklärungen im Bild und bleibt doch mit seinen Deutungsversuchen auf sich verwiesen.Thitz löst das Rätsel seiner Bilder nicht auf. Die Welt, die er wahrnimmt, ist zu kompliziert, zu vielschichtig um eindimensional erklärt werden zu können. Und so ist auch der Satz „Kunst rettet die Welt“ aus dem gleichen Bild ein frommer Wunsch, eine Vision, eine wunderbare Vorstellung. Wir selbst schreiben die Geschichte dazu. " Dr. Stephan Mann Direktor Museum Goch (Auszug aus dem Katalogtext)
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"Im Rahmen der Ausstellung veranstaltet Thitz, wie schon in zahlreichen Städten des In- und Auslandes, ein interaktives Tütenprojekt:
5000 Papiertüten wurden an Bürger und insbesondere auch an Schüler der Stadt verteilt, mit der Aufforderung, diese zum Thema "Stadt" persönlich zu gestalten oder mit entsprechenden Gegenständen zu füllen. Nach dem Motto: "Wir bauen unsere Stadt aus Tüten" - wurden bereits zur Eröffnung die über 800 von den Bürgern zurückgesandten Tüten zu einer großen Rauminstallation in der Orangerie des Schlosses Georgium angeordnet. Das Publikum schafft somit gemeinsam mit dem Künstler eine große "soziale Plastik". Zur Teilnahme an diesem Projekt ist jedermann eingeladen. Die Tüten sind in der Anhaltischen Gemäldegalerie erhältlich; Nach der Ausstellung erhalten die Teilnehmer die von ihnen gestalteten Tüten und deren Inhalt zurück." (Zitat Website Anhaltische Gemäldegalerie. ) .
Anhaltische Gemäldegalerie Dessau
Puschkinallee 100
D-06846 Dessau-Roßlau
Tel: 0340/66126000
Öffnungszeiten: Di – So 10 – 17 Uhr
Email: gemaeldegalerie@georgium.dessau.de
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Fernsehbericht über die Ausstellung hier ansehen.
Die Ausstellung findet in Kooperation mit Galerie Rothamel statt.
Galerie Rothamel
Kleine Arche 1A, 99084 Erfurt
Fahrgasse 17, 60311 Frankfurt am Main
Email: Galerie@rothamel.de,
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Münsterlandmuseum Burg Vischering " 17.1.2010 bis 15.04.2010
Das Tütenprojekt startete am 17.1. 2010 mit der Eröffnung der Ausstellung "Poesie und Brötchentüten" im Münsterlandmuseum Burg Vischering in Lüdinghausen.
Zur Eröffnung sprach Kurator Dr.Stephan Mann (Leiter des Museums Goch )
Münsterlandmuseum Burg Vischering in Lüdinghausen
Berenbrock 1 59348 Lüdinghausen
Tel.: + 49 (0)2591 7990-0
E-Mail: kultur@kreis-coesfeld.de
Die Bürgerinnen und Bürger aus der Umgebung haben sich sehr begeistert an dem Tütenprojekt beteiligt. Die über 800 bemalten Brötchentüten wurden zu einer wunderbar leichten Installation zusammengefügt (s.Bild)
Viele Thitz Tüten und Objekte sind in den Räumen der Burg Vischering verteilt . Im Kontext der restaurierten, mittelalterlichen Burg wirken auch die neuesten Leinwand Bilder und Papierarbeiten, mit ihrer Fülle versteckter Details, fast schon poetisch.
Die Ausstellung wurde in Zusammenarbeit mit der mit Galerie CP Cerny , Wiesbaden organisiert.
Museu de Arte de Londrina
Das Museum ist eines der zentralen Gebäude in der 750000 Einwohner Stadt westlich von Sao Paulo .Zur Ausstellungseröffnung im Museum 12.9.2009 mit Sportstar Giovane Elber, Prominenz und Big Band wurde sogar extra beflaggt. Bei den Interviews in Radio und Fernsehen konnten Thitz und Giovane Elber mehrmals auf die Problematik der Strassenkinder und das Hilfsprojekt hinweisen. Auch in den Printmedien wurde oft über das Tütenprojekt mit dem Schriftzug "PAZ" berichtet .
Mit diesem Projekt unterstützt Thitz die Arbeit des Vereins zur Förderung brasilianischer Straßenkinder von Giovane Elber vor Ort in Londrina. Thitz reiste auf eigene Kosten nach Brasilien und arbeitete mit den Kindern der Pestalozzi Schule in der Favela Franciscata in Londrina. Die Schülerinnen und Schüler der, vom Verein aufgebauten, Schule, haben die ersten 100 Tüten bemalt. Aus den Ergebnisse entstand die Installation "PAZ" welche nun zusammen mit den Arbeiten von Thitz im Museum ausgestellt sind. Die Ausstellung endet am 30.09.2009.
Tütenprojekt in Schorndorf mit 1200 Tüten
Ausstellung und Tütenprojekt in städt. Galerie für Kunst, Schorndorf
Großer Rücklauf der Tütenaktion
Anlässlich der Ausstellung „Bag Art Global“ in den Galerien für Kunst und Technik, Schorndorf , hat der Künstler Thitz eine seiner künstlerischen Tütenbefragungen durchgeführt. 1200 Bürgerinnen und Bürger kamen der Aufforderung nach eine speziell hergestellte Tüte mit einem persönlichen oder sonst wichtigen Gegenstand zu füllen, sie zu bemalen, oder wie auch immer zu gestalten. Die Tüten wurden alle Teil der Installation . Nach dem Ende der Ausstellung konnten die Tüten wieder abgeholt werden.
Während der sehr schönen Eröffnung der Thitz Ausstellung am 4. Juli haben Thitz und der Jazz Musiker Dieter Seelow die Idee der Dialoge zwischen den Künsten in einer Live-Performance vor den 300 Besuchern wieder aufleben lassen.
Eine Einführung in das Werk des Künstlers gab die Stuttgarter Kunsthistorikerin Ricarda Geib M.A.(jetzt lesen)
„Die Globalisierung passiert nicht einfach so - wir Menschen machen sie und sollten sie deshalb auch menschlich gestalten.“ (Thitz )
„Der 1962 geborene deutsche Künstler Thitz ist mit seinen Tütenprojekten weit über europäische Grenzen hinaus bekannt. Tüten aus aller Welt sind die Basis seines künstlerischen Schaffens.“ Dr. Lutherbacher Leiter des Museums Grenchen (CH)
„Thitz ist der Reisende des 21. Jahrhunderts. An die technischen Möglichkeiten unserer Zeit knüpft Thitz gesellschaftliche Ideale. Reisen bedeutet Kommunikation und Austausch mit Menschen, ein Dialog mit fremden Kulturen. Er nutzt das Gewimmel der Großstädte, um uns seine kommunikative und vor allem friedliche Version einer globalisierten Welt vorzuführen. Braune, rote, grüne oder blaue Menschen, leben hier harmonisch beisammen.“ (Zitat: Kuratorin Frau Anja Wenn, Buchtext „gemalte Städte“ Staatliche Kunsthalle Karlsruhe, 2006)
Thitz ist ständig auf der Suche nach verbindenden Elementen unter den Menschen und Kulturen. Durch die Globalisierung werden lokale Kulturelemente auf der ganzen Welt von Afrika bis Australien, sowie alle dazugehörigen Sehgewohnheiten nun einfach nebeneinander gestellt. Die Tüte ist aber einer der Belege für eine bereits existierende globale Kultur – überall auf der Welt verwenden die Menschen Tüten- um Brot zu kaufen oder darin gar den ganzen Besitz mit sich herumzutragen wie die New Yorker „Bag People“. Bei den Projekten erhält Thitz auf den Tüten immer ehrliche, menschliche Antworten, welche die Lebenskultur der Menschen unverfälscht widerspiegeln. Dadurch werden Thitzs Installationen daraus zum Modell eines lokal begrenzten, subjektiven aber absolut wahrhaftigen Kunst -Begriffes.
Das Schorndorfer Projekt "TÜTEN -KUNST" stellt sowohl einen thematischen als auch einen räumlichen Bezug zwischen Kunst und Alltag her. Das Kulturforum Schorndorf (klicken für mehr Info.) hat in Zusammenarbeit mit Schorndorf Centro (klicken für mehr Info.) bereits über 5000 Tüten verteilt Die beschickten Bürgerinnen und Bürger werden sowohl durch den Text auf der Tüte, als auch durch den Ort der Präsentation im Museum zum Thema Kunst inspiriert. In der Form ihrer Antworten sind natürlich wieder alle Beteiligten frei. Thitz fordert uns auf uns ohne Schwellenangst der Kunst zu nähern. Er fragt subversiv nach unseren individuellen Definitionen für Kunst mit dem unschuldigsten aller Medien – der Tüte.
"ATHENS Bag Art Project" 2008
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Das Tütenprojekt Bag Art Athens begann bereits 2005 anlässlich des "Eco Art Festival" mit der Ausstellung in der Gallery Angela Dikeoulia, welche damals noch in Athens Nobelvorort Kifissia ihre Räume hatte. (5.5.2005 -5.6.2005). Ausstellung und Tütenprojekt wurde von 4 TV Sendern übertragen. Während der Interviews wurden Bilder von der Ausstellung und des Tütenprojektes gezeigt. Auch der in Griechenland sehr bekannte TV Moderator Journalist Makis Triandafilopoulos bemalte eine Tüte und erwarb eine der größten Leinwandarbeiten von Thitz aus der Ausstellung.
2008 Anlässlich der Museumsausstellung im bedeutensten Kulturzentrum der Stadt " Cultural Centre of the City of Athens " (Akadimiasstr. 50, Foto o.r.) im zentralen Museums- und Shoppingviertel Athens, wurde das Tütenprojekt 2008 weitergeführt. Die Installation des Tütenprojektes als "Bag Art Globe" ist eine der gelungensten Elemente der Ausstellung gewesen. Die Kuratorin der Ausstellung Mrs. Angela Dikeoulia (Gallery Art Cargo Angela Dikeoulia) und die Veranstalterin Mrs. Karla Baer Manolopoulou (Clean up greece) konnten zahlreiche Prominente Persönlichkeiten zum Bemalen einer Tüte und zu kurzen Einführungen in die Ausstellung gewinnen. Darunter Georg Dimopoulos Vizebürgermeister für Umwelt und Dimitris Pantasidis, Direktor des Pressebüros der Stadt Athen. Die Laudatio vom stellvertretenden Botschafter der Bundesrepublik Deutschland Guy Feaux de la Croix war vor allem wegen der philosophisch, kunsthistorischen Bezüge sehr interessant und wurde spannend vorgetragen. (Der Wortlaut ist unter "Texte" zu finden (englisch)) Zusätzlich wurde die Großplastik "Riesentüte" direkt vor dem herrschaftlichen Gebäudekompex inmitten des zentralen Einkaufs und Museumsviertels "Kolonaki" aufgebaut. Der super schöne Katalog, die Ausstellung und das Tütenprojekt wurden vom Kulturamt der Stadt Athen und von der Umwelt-Organisation "Clean up greece"im Rahmen des Eco-Art-Festivals 2008 organisiert.
Environmental Organization: Clean up Greece, Athens www.cleanupgreece.org.gr
Link 2005: http://www.cleanupgreece.org.gr/site.asp?id=645
Das Projekt fand in Kooperation mit Neue Kunst Gallery statt.
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Gruppenfoto unten links (v.l).:stellv. Botschafter der Bundesrepublik Deutschland Guy Feaux de la Croix ,Georg Dimopoulos Vizebürgermeister für Umwelt der Stadt Athen, Veranstalterin Karla Baer Manolopoulou (Clean up greece) ,Kuratorin Angela Dikeoulia, Foto unten Mitte: Journalist Makis Triandafilopoulos und Thitz
Miami Bag Art Project
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Miami Bag Art Project
Zur Eröffnung der Thitz Ausstellung im Miami Childrens Museum am 4.1.2007 fand der Auftakt des Tütenprojektes Miami Bag Art Project im
Miami Childrens Museum statt ( 6.12.2006 ) . Informationen darüber gab es auch am Stand des Museums "Kids Art-playground" auf der
"Art Basel Miami Beach" 7.- 10.12. und "Miami Art Fair " 4.1.- 8.1.2007 (Mit Alp Galleries, New York )
THITZ started the "Miami Bag Art Project" on December 6 ,during Art Basel Miami December at the Miami Children’s Museum. The first children created their own art-bags together with Thitz and Mrs.Maria-Anna Alp (Alp Galleries New York) and with the help of the teachers of the Museum. The first "Art-definition-Bags" were hanged at the installation space in the entrance Hall of the Museum.
Some Paintings of Thitz are exhibited since December 8, at the "Art Gallery" of the Museum.
December 7, - 10, Project Information at the "Art Kids"–playground of the Miami Children’s Museum at Art Basel Miami Beach. The children have time in December to create on their bags, their proper definitions of art.
THITZ was back in Miami on January 3. All the recollected bags were intecreated in the installation at the Museum . On January 4rd, was the opening of the presentation and the exhibition of Thitz work at the Museums "Art Gallery".
The Exhibition of some of Thitz recent paintings and the installation closes at January 15th , 2007
Miami Children's Museum ,
980 MacArthur Cswy.,
Miami, Fl. 331325
Special thanks go to the Miami Childrens Museum and the Sponsors for supporting the Project, Exhibition and presentation at the Museum and the Art Basel Miami .
from Thitz and Alp Galleries
The projects in Miami are organized through
Alp Galleries,New York.
Alp Galleries, New York
291 Seventh Ave. 5 th Floor,
New York, NY 10001
Phone (212) 206 -9108
Miami Children’s Museum
980 Macarthur Cswy.,
Miami, Florida 33132
Photos: Miami bag art project -Bag and
installation view
Museum Building MCM
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Staatliche Kunsthalle Karlsruhe
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Staatliche Kunsthalle Karlsruhe Tütenprojekt 2006 "Kunst auf Tüten"
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Thitz arbeitet seit 15 Jahren mit Tüten. „Thitz Tüten sind keine normalen Tüten. Es sind Tüten, die sich individuell gebärden, Tüten auf denen sich hübsche Mädchen räkeln oder schrille Typen neugierig den Tütenschauer mustern. Thitz hat sich eine Tütenwelt aufgebaut, die vor Leben bebt und zittert, ein Imperium voller Hochspannungsenergie, Humor. Satire und Witz.“
(Zitat: Dr. Helmut Herbst, Leiter Museum Waiblingen)
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Der Alltagsgegenstand Tüte schafft die Nähe zu den Menschen die mir so wichtig ist. Meine Tütenprojekte sind die künstlerische Aufforderung zur Kommunikation , zur subjektiven Auseinandersetzung mit einem gebeutelten Begriff mit Kunst.
Seit einigen Jahren führe ich so genannte flächendeckende „Tütenbefragungen“ der Menschen aus einer Stadt oder in einem bestimmten Umfeld durch. So bekamen z.B. die Bürgerinnen und Bürger von Goch (D), Feldkirch (A), Grenchen (CH) oder Athen (GR) Tüten zugeschickt mit der Aufforderung sie mit einem persönlichen Gegenstand zu füllen, sie zu bemalen oder wie auch immer zu gestalten und diese dann bis zum Beginn der Ausstellung dort abzugeben. Im Anschluss an die Ausstellung wurden die Tüten dann wieder abgeholt. 2007 ist im Museum Miami (USA) während der Art Miami ein weiteres Tütenprojekt geplant.
Das " Kunst auf Tüten" Projekt in Karlsruhe war erstmalig ausschließlich an Schüler gerichtet. Es wurden die Schulen in Karlsruhe einbezogen. Während der Thitz- Ausstellung vom 12.5.2006 bis 29.10.2006 wurden die Tüten verteilt und dann zur Eröffnung der Installation am 10.11.2006 im Kindermuseum der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe ausgestellt.
Vielen gelingt es so eher sich ohne Schwellenangst der Kunst zu nähern.
Was ist Kunst ? Von "Jeder Mensch ist ein Künstler " bis hin zu wissenschaftlichen Erklärungen versuchen wir einem Begriff näher zu kommen, welcher immer subjektiver und vielschichtiger wird. Gibt es noch den allgemeinen gemeinsamen Nenner des Kunst- Begriffes?
Im Zeichen der Globalisierung werden lokale Besonderheiten von Afrika bis Australien sowie alle dazugehörigen Sehgewohnheiten nebeneinander gestellt.
Auf den Tüten erhalte ich die ehrlichen , menschlichem Antworten, welche die Wirklichkeit zum Thema abbilden. Die Installationen daraus werden zum Modell für einen lokal begrenzten, subjektiven Kunstbegriff.
Einige tausend Kunstdefinitionen von Karlsruher Schülerinnen und Schülern zeigen uns zumindest soviel Kunst wie in eine Tüte passt.
Thitz 2006
Staatliche Kunsthalle Karlsruhe, Kindermuseum
Hans-Thoma-Straße 2-6 76133 Karlsruhe
Öffnungszeiten: Dienstag - Freitag 10 - 17 Uhr
Samstag, Sonntag, Feiertage 10 - 18 Uhr
Beim bisher erfolgreichsten Tütenprojekt kamen über 3000 gestaltete Tüten zurück. In der Installation konnten nur 2000 gezeigt werden, sodass der übrige Teil ab 1.12 in der Hauptfiliale der Sparkasse Karlsruhe zu sehen sein wird.
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HOPE Ein Tütenprojekt von Thitz
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HOPE Ein Tütenprojekt von Thitz
Die bundesweiten Auftaktveranstaltung zum Projekt „Hoffnung für Osteuropa“ des Diakonischen Werkes der Evangelischen Kirche Deutschland am 8.-10.2.2008 in der Stadthalle von Speyer wurde von Oberbürgermeister Schineller eröffnet. Das Tütenprojekt "HOPE" war der zentrale künstlerische Beitrag zur Veranstaltung. Studenten und Schülerinnen und Schüler aus Odessa (U) und Speyer bearbeiteten die über 300 schwarz-weissen Tüten für die Intallation. Von der Tüteninstallation wurden Poster gedruckt, welche zu Gunsten von "Hoffnung für Osteuropa" verkauft werden.
Ministerpräsident und SPD Bundesvorsitzender Kurt Beck und Minister a.d. Dr. Heiner Geißler redeten in der Talkrunde zusammen mit Herrn Schindehütte (Bischof für Ökumene und Auslandsarbeit der EKD) und Frau Golubenku (Stadträtinin Odessa) über die Perspektiven und Notwendigkeiten solcher Projekte für Osteuropa. Thitz stellte anschließend das Tütenprojekt noch genauer in einem Interview mit Moderator Quach vor.
Seit einigen Jahren führt Thitz sogenannte flächendeckende „Tütenbefragungen“ der Menschen aus einer Stadt oder in einem bestimmten Umfeld durch. So bekamen z.B. die Bürgerinnen und Bürger von Goch (D), Athen (GR) und Miami (USA) Tüten zugeschickt mit der Aufforderung sie mit einem persönlichen Gegenstand zu füllen, sie zu bemalen oder wie auch immer zu gestalten und diese wieder abzugeben.
"Ich suche nach Gemeinsamkeiten unter den Erdenbürgern, die sich unabhängig von Politik, Wirtschaft, Kultur oder Religion vor allem im alltäglichen Leben zeigen. Der Alltagsgegenstand Tüte ist nur ein Element einer bereits vorhandenen "globalen Kultur", welche bereits heute existiert! So trägt zb. ein Mensch in Odessa genauso wie etwa ein Stuttgarter sein eingekauftes Brot in der Tüte heim. Kunst ist heute eine der wenigen Möglichkeiten um diese Gemeinsamkeiten darzustellen und so vielleicht unsere Sprache eine Winzigkeit weiterzuentwickeln. " sagte Thitz.
Das Projekt fand in Kooperation mit der Galerie Kulturraum Speyer statt.
Foto unten: Heiner Geissler (ehem Minster, Fraktionsvorsitzeder CDU), Kurt Beck (SPD Bundesvorsitzeder)
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Offenburg Bag Art Project
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"Offenburg Bag Art Project" zur Ausstellung in der städtischen Galerie Offenburg.
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"Thitz wird in Offenburg bleibende Spuren hinterlassen" sagte der Bürgermeister in seiner Ansprache. Tatsächlich war die Teilnahme am "Offenburg Bag Art Project" ein Riesenerfolg. Nicht zuletzt durch die Unterstützung der überregionalen und lokalen Presse wurde das Projekt zum "Stadtgespräch". Für das Projekt wurden zusammen mit dem Museum Offenburg sehr schöne Tüten gedruckt und verteilt. 700 zum Teil sehr aufwändige Tüten kamen von den Offenburgern zurück, und waren allesamt in der Ausstellung zu bewundern. Die Installation der 700 absolut direkten und eindeutigen offenburger Kunstdefinitionen waren das aktuellste Ergebnis des Konzeptkunst-Projektes, welches Thitz in ähnlicher Form seit über 15 Jahren im In- und Ausland durchführt. "Der Kunstbegriff ist nicht aufgeweicht und beliebig nur eben subjektiver geworden. Um "Kunst" neu zu definieren müssen wir eben die Menschen direkt fragen" sagt Thitz.
Kuratorin: Frau Suasnne Asche damals Leiterin des Kulturamtes in Offenburg
Zwischen Tütenkino und Bag City
Die Welt des Malers Thitz Eröffnung:Freitag, 20.1.2006, 19 Uhr
„Bunt und farbig sind sie, die Menschen in ‚Bag City‘, rote und gelbe, grüne und braune Menschen, mit Locken oder langem, strähnigem Haar, das wild hinter ihnen herflattert. ... alles scheint denkbar in den Städten und Landschaften von Thitz.“ (Stephan Mann) In seinen Tütenbildern schildert der „New Pop Art“-Künstler die Welt. „Die schöne bunte Konsumwelt unserer Städte wird z.B. erst erklärbar, wenn man sehr genau hinschaut; auf all die kleinen Details, die vielen versteckten, teilweise verloren wirkenden Menschen und deren Geschichten.“ (Thitz)Nach dem Studium in Stuttgart und Barcelona entwickelte der 1962 geborene Künstler seit Mitte der 80er Jahre seine vielfigurigen Bilder auf Tüten, denen in den 90er Jahren erste Tütenprojekte folgten. Er unternahm Tütenbefragungen der Bürger in deutschen Städten, aber auch viele Tütenreisen und Aktionen in Europa, Südamerika, Asien und Afrika. „Vom Alltagsgegenstand Tüte geht eine besondere Inspiration aus, die nicht nur mich beim Malen betrifft, sondern ebenso den Betrachter erreicht“. In Offenburg zeigt Thitz neben Bildern auf Brottüten wie den 23 Meter langen Figurenfries auch Leinwandarbeiten sowie die Installationen „Tütenkino“ und „Bag City“, die als große begehbare Papiertüten gestaltet sind.
Text : Frau Gerlinde Brandenburger-Eisele Museum und städtische Galerie im Kulturforum
In der Ausstellung auf 550 qm war neben den neuesten Thitz Leinwänden auch ein 25 m langer Tütenfiguren-Fries mit Studien von Menschen aus 15 Ländern zu sehen. Die neu aufgebauten begehbaren Riesentüten bildeten zusammen mit dem Tütenprojekt den installativen Teil der Ausstellung.
Nach dem Ende der Ausstellung am 19.2. wurde die angekaufte Paris-Arbeit im Eingangsbersicht des Museums im Ritterhaus dauerhaft zu sehen sein.
Info-Tel.: 0781-82 2577 Städtische Galerie im Kulturforum, Amand-Goegg-Straße 2, 77654 Offenburg, 20.1.2006 - 19.2.2006.
Museum im Ritterhaus, städtische Galerie Offenburg
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Tütenprojekt im Museum Frieder Burda 2005
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Die Eröffnung des Museums 2004 war wahrhaft glorios ! Das "Who is Who" der internationalen Kuratoren und Sammlerschaft war zumindest am ersten Eröffnungstag versammelt.
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Die beiden Thitz Figuren Lena und Valerio waren zusammen mit einer großen Arbeit im UG des Neubaues ausgestellt. Im neu eigerichteten Museumsshop gab es auch Thitz-Museum-Burda Tassen und natürlich wurde die offizielle Museumstüte von Thitz gestaltet. Das war die Geburtsstunde des Tütenprojektes mit der museumseigenen Stiftung "Kunstwerkstatt". Im August 2005 malte schließlich eine erste Kinderschar in und vor dem Museum eifrig auf Tüten.
Im September wurden diese dann in den Räumen der Werkstatt ausgestellt und alle Besucher zum Mitmachen aufgefordert.
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Sogar Frieder Burda selbst bemalte eine Tüte ! Die Ergebnisse wurden dann 2006 im Museum ausgestellt.
Bild: Thitz sche Museumstüte
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Kunsthaus Grenchen (Schweiz) 2004
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zur Thitz Ausstellung im Kunsthaus Grenchen 17.01.04 - 29.02.04
T Ü T E N
R
Ä
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M
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Ein Projekt von Thitz
Seit einigen Jahren führt Thitz sogenannte flächendeckende „Tütenbefragungen“ der Menschen aus einer Stadt oder in einem bestimmten Umfeld durch.
Das Projekt "TÜTEN -RÄUME" hat sowohl einen thematischen als auch einen räumlichen Bezug auf die Triennale in Grenchen . So werden die beschickten Bürgerinnen und Bürger sowohl durch die Frage auf der Tüte selbst, als auch durch den Ort der Präsentation zu einer Antwort mit Bezug zur Kunst und Triennale inspiriert. In der Form ihrer Antworten waren natürlich wieder alle Beteiligten frei .
Thitz fordert uns auf uns ohne Schwellenangst der Kunst zu nähern . Er fragt nach unseren individuellen Definitionen von Kunst - auf den Tüten.
"Der 1962 geborene deutsche Künstler Thitz ist mit seinen Tütenprojekten weit über europäische Grenzen hinaus bekannt. Tüten aus aller Welt sind die Basis seines künstlerischen Schaffens.
Die Ausstellung in Grenchen ist eine Fortsetzung seiner Projekte, in denen er das Publikum in die Ausstellung mit einbezieht. Seit ca. 4 Monaten werden in und um Grenchen Tüten verteilt, die von der Bevölkerung bemalt oder sonst wie bearbeitet wurden. Diese Tütenbefragungen bilden einen Teil seiner Ausstellung im Kunsthaus."
Dr Lutherbacher Leiter des Museums Grenchen
Die Eröffnung der Museumsausstellung im Kunsthaus Grenchen (CH) war schon ein super Start für die Ausstellungstorunee. Die Presseresonanz und das Publikumsinteresse sprechen für sich ! Die großen Räume über 2 Stockwerke erlauben es hier einmal eine sehr umfangreiche Ausstellung zur "Thitz-Welt" zu sehen. Die Finissage findet am 29.2. 11 Uhr statt.
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Feldkirch (A) Die Tütenwelt
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Die Tüten-Welt des Künstlers Thitz
"Das Thema "Stadt" bildet einen Schwerpunkt in Thitz Arbeiten.
Die Stadt und ihre Menschen
Die "im Lichte " stehen, demonstrieren Image, indem sie Tüten mit Designer- Aufdruck mit sich führen; man kann sich Anzüge leisten von Armani oder Schuhe von Prada: Die anderen, die im unteren Bereich der sozialen Hierarchie gelandet sind und auf Parkbänken oder Brücken nächtigen, tragen ihre gesamte Habe in Tüten mit sich herum – die "Bag-People" eben.
Thitz macht keine "hehre Kunst" geschweige denn solche mit mahnend erhobenem Zeigefinger. Sein Medium ist vielmehr der feingeschliffene Degen des Sarkasmus.
Dennoch könnte man an das alttestamentarische Wort denken: "Macht euch die Erde untertan..."
Und was haben wir gemacht? Eine Tütenwelt
Denn nahezu epidemisch breitet sich die Jagd nach dem Gelde um den Globus aus. Dieser Aspekt wird bei der Thitz – Installation nicht nur durch die Tüten-Kugel, sondern auch durch die Musik berührt und intensiviert: Man hört Gregorianische Gesänge ebenso wie Meditationen aus Tibet oder Archaisches aus Persien und Afrika."
Eva Jakob, Kuratorin Johanniterkirche Feldkirch
Eröffnung der Ausstellung am 7. 8. 2003 um 19 Uhr in der Johanniterkirche in Feldkirch .
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Städtische Galerie Ostfildern 2002
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Diesem Aufruf auf der sehr schönen bedrucktem Tüte folgten über 1000 Menschen. Die Tüten wurden im oberen Saal der neuen städtischen Galerie ausgestellt.
"Anlässlich der Landesgartenschau 2002 und seiner Ausstellung
in der benachbarten Städtischen Galerie Ostfildern wird der
Künstler Thitz eine seiner künstlerischen Tütenbefragungen
auf der Landesgartenschau durchführen.
Dazu bitten wir Sie diese Tüte mit einem persönlichen
oder Ihnen wichtigen Gegenstand zu füllen , sie zu
bemalen , oder wie auch immer zu gestalten.
Bitte geben Sie dann die bearbeitete Tüte bis zum
13.6.2002 an der Kasse am Haupteingang der
Landesgartenschau Ostfildern ab.
Ihre Tüte wird dann Teil einer Installation auf der
Landesgartenschau. Alle abgegebenen Tüten
werden dort bis zum 30.6.2002 ausgestellt.
Nach dem Ende der Ausstellung können Sie Ihre
Tüte vom 2.7.bis 5.7.2002 in der städtischen Galerie
Ostfildern wieder abholen (Im Stadthaus Scharnahuser
Park, Bonhoefferstr. 2, 73760 Ostfildern) . Eventuell
übrige Tüten werden ins Thitz -Tütenarchiv übernommen."
Eröffnung des Thitz Tüten -Projektes
auf der Landesgartenschau
am Freitag 14.6.2002 um 17 Uhr .
Eröffnung der Thitz Ausstellung
in der städtischen Galerie Ostfildern
am Sonntag 16.6.2002 um 11 Uhr
Ausstellungsdauer bis 5.7.2002
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Museum Waiblingen, 2001
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Kunst Bulletin 5.2001
Kunstzeitschrift Schweiz
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Waiblingen Thitz im Museum der Stadt Waiblingen Thitz im Museum so kann man es eigentlich nicht sagen. Denn der Schorndorfer Künstler (*1962 in Frankfurt) mit seiner "globalen Tütentheorie" war der Ideen- und Konzeptlieferant. Konzepte allerdings sind seit Duchamp museumskompatibel. Das Waiblinger Stadtmuseum, als regionaler Treffpunkt anlässlich unterschiedlichster Ausstellungen bekannt, hat mit Thitz's Konzept ein wahrlich ausufernd integratives Projekt realisiert. An die Waiblinger Haushalte wurden kleine Plastiktüten verteilt mit der Bitte, diese mit einem persönlichen Gegenstand gefüllt oder bemalt an das Museum zu retournieren. Für die Ausstellungsdauer werden die privaten Klein-Utensilien Teil einer ständig wachsenden Installation. Nach Ablauf solch musealer Ehren werden alle Tüten in einer Kiste verpackt und die wird notariell versiegelt. Erst nach vierzig Jahren, anlässlich der Feier des fünfzigjährigen Bestehens des Stadtmuseums, soll dieser Volksschatz wieder gehoben werden, um einen repräsentativen Einblick in die verflossene Waiblinger Alltagskultur zu gewähren.
1.7.2001
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Kunst Politik Dialog
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Ein Projekt von Thitz
In Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Familie, Frauen, Weiterbildung und Kunst Baden -Württemberg wurden zunächst 1996 und später 2001 auf Papiertüten „gemalte Fragen“ von Thitz an Politikerinnen und Politiker aus Baden - Württemberg verschickt . Auch an Politikerinnen und Politiker aus Schleswig Holstein verschickte Thitz in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur Schleswig Holstein seine „Tüten-Fragen“.
Die Reaktionen waren so erstaunlich wie unterschiedlich:
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Die damalige Ministerin Helga Solinger bastelte ein Klappbild mit Gedichten und Postkarten, Nicolette Kressl (MdB) malte ein Bild und ergänzte es mit Zeitungsartikeln und Texten, Minister Dieter Spöri schickte zwei kleine Boxhandschuhe, der Dialog mit Peter Conradi (MdB) geht in die 3. Runde.
Bisher vorliegende Antworten von: (Funktion,Titel zur Zeit des Dialoges):
Herr Björn Engholm, (ehem Ministerpräsident Schleswig Holstein)
Fragebild von Thitz "Two Ways out"
Antwort: Bild„No Way out“ ,Tusche auf Bütten, Briefe
Rudolf Hausmann (MDL BW ) Baden – Württemberg 2001
Fragebild Thitz : Smiling Man, Antwort von Objekt , Holz Notenblätter, Musikkassette
Frau Irene Fröhlich (1998 Vorsitzende der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen Schleswig Holstein)
Fragebild von Thitz : " Grüne Paprika" ,
Antwort: Foto , 3 Brötchentüten mit Gedichten
Frau Ute Vogt (MdB, Landesvorsitzende SPD)
Fragebild Thitz : "Ein Loblied ..."
Antwort : Bild, Collage auf Crunchy Nut Karton und Zeitung
Herr Rainder Steenblock (Minister für Umwelt, Natur und Forsten in Schleswig Holstein)
Fragebild Thitz : "Long live the caspik sea" Aquarell auf Tüte
Antwort : Gebogenes Schild mit Aufschrift: " Ministerium für Natur, Umwelt und Landesentwicklung "
Herr Dr. Dieter Spöri (Wirtschaftsminister, MdL)
Fragebild Thitz : "Retrato o realidad" Aquarell auf Tüte
Antwort: beschriftete Boxhandschuhe
Frau Helga Solinger (Zur Zeit des Dialoges MdL Ministerin für soziales)
Fragebild Thitz : "Was braucht der Mensch" Aquarell auf Tüte
Antwort: Holz- Klappbild, Postkarten, Gedichte; Texte, Karikatur ..
Herr Ulrich Maurer ( SPD Landes- und Fraktionsvorsitzender Baden- Württemberg , MdL)
Fragebild Thitz : Aquarell auf Tüte
Antwort: Gedicht
Herr Dr. Hermann Scheer (MdB, Eurosolar)
Fragebild Thitz : Aquarell auf Tüte
Antwort: Text
Herr Jörg Tauss (MdB)
Fragebild Thitz : Aquarell auf Tüte
Antwort: Text
Herr Peter Conradi ( MdB)
3 Runden Fragebild und diverse Antworten
Herr Gernot Erler (MdB)
Fragebild Thitz : Aquarell auf Tüte
Antwort: Schrift
Frau Dagmar Pohl-Laukamp , (Senatorin für Gesundheit, Soziales,
Ordnung, Feuerwehr in Lübeck, )
Fragebild Thitz : Aquarell auf Tüte
Antwort: 5 Seiten Texte und Gediche
Frau Angelika Beer (MdB Bündnis 90/ Die Grünen)
Fragebild Thitz : Aquarell auf Tüte
Antwort: Text auf Postkarte aus Karteikarte
Herr Michael Bouteiller (Bürgermeister Lübeck, SPD)
Fragebild Thitz : Aquarell auf Tüte
Antwort : Kravatte, Edding, Brötchentüte, Brötchen
Frau Angelika Birk (Ministerin für Frauen,Jugend , Wohnungs- und Städtebau Schleswig Holstein) Die Antwort soll direkt am Ausstellungsort installiert werden.
Herr Dr. Ekkehard Wienholtz (Innenminister Schleswig Holstein)
Fragebild Thitz : Aquarell auf Tüte
Antwort: Zitat , Text
Herr Frank Teichmüller (DGB Nordmark)
Fragebild Thitz : Aquarell auf Tüte
Antwort: Pappe, Farbe , (Schrift "Zuneigung"), diverse Papiersorten,
Herr Frank Thomas Gaulin (Kunsthaus Lübeck, ehem Senator, Galerist) Fragebild Thitz : Aquarell auf Tüte
Antwort: Geschrieben und in die Tüte gesprochen
Herr Heinz Werner Arens, (Landtagspräsident Schleswig Holstein)
Fragebild Thitz : Aquarell auf Tüte
Antwort: Text collage
Herr Ulrich Meyenborg (Kultursenator Lübeck )
Fragebild Thitz : Aquarell auf Tüte
Antwort: Texte, Zitat von Thomas Mann ,
Frau Ute Erdsiek-Rave, (MdL SPD Fraktionsvorsitzende)
Fragebild Thitz : Aquarell auf Tüte
Antwort: Visitenkarten , Landkarte aus Osteuropa auf Karton klappbar
Herr Frieder Birzele (Innenminister Minister Baden- Württemberg, MdL) Fragebild Thitz : Aquarell auf Tüte
Antwort: Gedicht
Frau Nicolett Kressl ( MDB)
Fragebild Thitz : Aquarell auf Tüte
Antwort: Bild
Herr Harald B. Schäfer (Umwelt Minister Baden- Württemberg)
Fragebild Thitz : Aquarell auf Tüte
Antwort: Text
Frau Brigitte Unger-Soyka (Ministerin für Kultur, Soziales , Baden Württemberg MdL) Fragebild Thitz : Aquarell auf Tüte
Antwort: Gedicht
Herr Sigmar Mosdorf (MdB)
Fragebild Thitz : Aquarell auf Tüte
Antwort: Text
Herr Dr. Rolf Linkohr (MdEP)
Fragebild Thitz : Aquarell auf Tüte
Antwort: Text
Heinke Salisch (ehem. MdEP )
Fragebild Thitz : Aquarell auf Tüte
Antwort: Karikatur, Text, auf Vorder- Rückseite der Frage-Tüte montiert.
Herr Prof. Dr. Breinersdorfer (Kandidat Bundestag)
Fragebild Thitz : Aquarell auf Tüte
Antwort: Text
Frau Marion Caspers- Merk ( MdB)
Fragebild Thitz : Aquarell auf Tüte
Antwort: Text auf Brottüte
Frau Elisabeth Nill (ehem. MdL)
Fragebild Thitz : Aquarell auf Tüte
Antwort: Collage, Text und Zeitung auf zwei 2 Meter lange Papierrollen
KUNSTFORUM INTERNATIONAL zum Kunst Politk Dialog in Baden Württemberg
Den Dialog zwischen Kunst und Politik wollte der Künstler Thitz forcieren und verschickte "Fragebilder " ("Aquarelle auf Tüten, als Frage gemalt") an Minister, Bundes- und Landtagsabgeordnete. Diese sollten ihre Antworten in künstlerische Form fassen, und 18 Adressaten entwickelten ungeahnte Kreativität: Der SPD-Fraktionschef im Stuttgarter Landtag Ulrich Maurer verfasste z.b. ein Gedicht, Ministerin Helga Solinger bedachte den "lieben Thitz" mit einem Klappbild aus Postkarten, Lyrik und Karikaturen, die Bundestagsabgeordnete Nicolette Kressl malte ein Bild, und mit ihrem Kollegen Peter Conradi geht der Dialog bereits in die dritte Runde"
Kunstzeitschrift Ausgabe Nr. 2. /1996 KUNSTFORUM INTERNATIONAL
Redetext von Professor Sotirios Michou im Landtag Stuttgart anlässlich der Ausstellung "Kunst Politik Dialog " von Thitz:
,,Die Sprache um die nicht vorhandene Wirklichkeit zu benennen ist die Kunst. Dadurch wird Kunst zur Forschung"
Kunst und Politik haben einen Parameter gemeinsam, die Ethik Verantwortung, Kompetenz und die Freiheit zur richtigen Entscheidung sind die notwendigen Handelsmaximen bei Beiden.
,,Wir wollen es so stellen: Ein geistiger, das heißt, ein bedeutender Wert ist eben dadurch bedeutend, dass er über sich hinausweist, dass er Ausdruck und Exponent eines Geistig-Allgemeineren ist, einer ganzen Gefühls- und Gesinnungswelt, welche in ihm ihr mehr oder weniger vollkommenes Sinnbild gefunden hat - wonach sich denn der Grad seiner Bedeutung bemisst."(Zitat von Thomas Mann).
Jede demokratische Gesellschaft ist auf die Kunst und auf die Politik angewiesen. Beide sind der Seismograph für das Gelingen oder Nichtgelingen einer fortschrittlichen Zukunft des Menschen, sonst kann der Begriff Zukunft zur Drohung werden.
Heute haben die Künstler gelernt auch Fragen an die Gesellschaft zu stellen statt Fragen der Gesellschaft an sie darzustellen.
Kunst - Politik - Dialog, ein ästhetischer Prozess
Dialog kommt aus dem Griechischen - Dialogos - und ist eine rein pädagogische Errungenschaft der griechischen Akademia und bedeutet die Bereitschaft Gedanken und Positionen miteinander auszutauschen als Lernprozess.
K - P - D Kunst, Politik, Dialog - verlor das D und verkümmerte zu K- P in allen Diktaturen. Der Nationalsozialismus und die kommunistisch~ Diktaturen haben das ergreifend negative Beispiel von Kunst und Politik ohne den Dialog geliefert indem sie den beiden die Freiheit entzogen. Die Doktrin der Systeme hat beide Begriffe vereinigt, zum Joch für den Bürger. Verbotene Gewerkschaften, verbotene Wissenschaftler und Künstler waren das Ergebnis einer Massenmanipulation mit dem Ziel die eigene Identität der Menschen zu löschen um sie als Menschen anschließend auch zu vernichten.
Die entartete Gesellschaft wurde daraufhin zum perversen Spiegel der entarteten Kunst.
Die Arbeit von Thitz ist geprägt durch den Dialog. Dieser Dialog besteht in der Beschreibung der eigenen Geschichte als Erlebnis mit der Umwelt. Der Dialog wird ermöglicht durch Dokumentation, Sammlung und Darstellung der Eindrücke von Thitz und deren Überprüfung durch die Kommunikation.
Thitz ist kein Theoretiker, sondern ein Macher, ein Maler. Seine Malerei ist durch die Einbeziehung des Dialoges zu ihren kommunikativen Energien gekommen.
,,Die Sprache um die nicht vorhandene Wirklichkeit zu benennen ist die Kunst. Dadurch wird die Kunst zur Forschung nach der Gegenwart".
Er trägt die Farben der Malerei auch selbst und bestimmt damit seine Erscheinungsform als Individualausweis und Bekenntnis zu seiner Identität. Dieses ermöglicht ihm den Zugang zu anderen Menschen und erleichtert den Dialogbeginn..
Thitz integriert aktiv seine Kunst in die Gesellschaft. Dieser bunte Vogelfänger und Vogelhändler, der Papageno der Vermittlung, bringt die Kunst in der Gesellschaft in Umlauf auf ehrliche und heitere Weise.Seine Bilder haben einen Brief- und Tagebuchcharakter. Er stellt den Bezug seines Lebens zu der Zeit in der er lebt und somit zu den Zeitgenossen her. Sein sehr malerisches Tütenbuch ist eine Aufforderung zum mitreisen.
Bewegend ist das Gefühl der Einmaligkeit der Arbeiten von Thitz, weil darin das Grundprinzip unseres emotionalen Verhältnisses zu Leben liegt.
Diese Einmaligkeit zu gestalten - danach strebt der Künstler, immer wieder versuchend, das Bild der Wahrheit zu packen. Die Schönheit der Lebenswahrheit in der Kunst liegt in der Wahrheit selbst, in der Aufrichtigkeit, die jedem zugänglich ist.
Wir haben einen besonderen Filter in uns, durch den wir die uns umgebende Welt aufnehmen, in enger Bindung mit unserer Lebenserfahrung. Er hilft uns bei der Erziehung unserer Kommunikationsfähigkeit.
Kunst und Politik, ein Dialog, steht im Zentrum einer umfangreichen Arbeit von Thitz, welche auch in der Zukunft weitere Parteien und Fraktionen angehen wird, denn Thitz, von dem diese Aktion ausgeht, ist als Künstler nur an dem Dialog Kunst und Gesellschaft orientiert. Beide brauchen Freiheit um sich selbst zu verwirklichen. Ich möchte seine Arbeitsweise wie folgt gliedern:
,Der Titel ist der Inhalt:Erlebte Orte, Begegnungen mit Menschen und andere Eindrücke benutzt er direkt als Titel und als Inhalt seiner Arbeit. Seine Aktionen im In- und Ausland kommen einem inszenierten Wirklichkeitsraum gleich, welcher existente und fiktive Realitäten als Kunst umschließt. Das bildet auch den Ausgangspunkt für seine Filme.
Formentwicklung und deren Antithese sind in den Arbeiten von Thitz typisch für seinen Verzicht auf kunstgeschichtliche Akribie.
Dadurch wird ein Assoziationsfeld frei, um mit Zitaten und Formen, Texten und Bildern eine heitere, ironische Beschreibung von wirklich oder nicht wirklich Erlebtem als unverzichtbaren Wirklichkeitsverlust darzustellen.
,,Wie wir alle wissen ist der Verlust von Wirklichkeit kein Verlust, da sie es gar nicht gibt " (Tarkovski), sie lässt sich aber herstellen durch das Werk der Kunst.
Der Tütenmaler setzt sich diesem Kampf aus, er bezieht Stellung, ist kein Beobachter. Dazu muss er mitten in diesen Orte leben, in ihnen wohnen, sich darin verlieren und wiederfinden.
Kunst ist für ihn Kommunikation - das Leben direkt - es ist nichts dazwischen. Mit allen Menschen kommuniziert er, mit deutschen Politikern ebenso wie mit Gemüsebauern in Ecuador. Die bemalten Tüten sind seine Sprache um Fragmente von diesem Leben, vom Alltag zu erzählen. Sie sind keine einzeln für sich stehende, distanzierte Kunstobjekte. Sie hören zu und erzählen wieder - sie sind jene Sprache mit welcher der gelbe Winzling hofft, eines Tages ein E t w a s beschreiben zu können, das wenigstens entfernt an eine globale Gesellschaft erinnert.
Der Dialog zwischen Kunst und Politik und markiert den erfreulichen Beginn einer neuen Kunstrichtung, von der mir persönlich nicht genug in unserer Gesellschaft anzutreffen ist.
Professor Sotirios Michou Stuttgart 1996.
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Tütenprojekte
Installationen 



























